WIR in Breitenbach

„Public Private Partnership“ jetzt auch in Breitenbach

 

Privater Wegebau entlastet klamme Gemeindekasse

 

Sprichwörtlich neue Wege geht Breitenbachs Ortsbürgermeister Jürgen Knapp bei der Realisierung gemeindlicher Bauvorhaben. Das kurz „PPP“ genannte Modell privat finanzierter oder realisierter öffentlicher Projekte kennt man bisher hauptsächlich vom Bundesfernstraßenbau oder auch dem neuen Schwimmbad in Homburg.

Im Rahmen der Flurbereinigung ist in Breitenbach durch das Ometswiesental ein neuer Feldweg gebaut worden, der seit seiner Fertigstellung wegen der geringen Steigung sehr beliebt bei Wanderern und auch Radfahrern ist. Der schon immer vorhandene Pfad, der diesen neuen Weg an die Ortslage anbindet, war jedoch in einem längeren Teilabschnitt in einem sehr schlechten Zustand. Da im Gemeindehaushalt jedoch derzeit keine Mittel bereitstanden, um daran was zu ändern, entstand die Idee der privaten Umsetzung dieser Maßnahme. Kurz entschlossen und in Abstimmung mit Ortsbürgermeister Knapp gingen die Eheleute Beate Schwarz und Michael Weber ans Werk und brachten den Wegeabschnitt auf ihre Kosten in Schuss.

 

Nach Abstimmung mit der Kommunalaufsicht bei der Kreisverwaltung wird für die Nutzung des Weges (Hin- und Rückweg) ab dem

1. April eine Abgabe, die sogenannte „Schächel-Maut“, von 50 Cent fällig. Diese ist bis zur Aufstellung der Mautautomaten direkt bei den Eheleuten Schwarz/Weber im angrenzenden Postweg zu entrichten. Eine genauere Preisstruktur – für Vielnutzer soll es auch Monats- und Jahreskarten geben – wird der Ortsgemeinderat in seiner nächsten Sitzung beschließen.

Sollte sich dieses neue Modell bewähren, denkt Ortsbürgermeister Knapp daran, eine ganze Reihe weiterer geplanter Baumaßnahmen auf diesem Wege schnellstmöglich umzusetzen.