WIR in Breitenbach

Friedhofsgebühren müssen zum

Teil deutlich steigen

Ortsgemeinderat zieht notwendige Konsequenz aus

Friedhofskalkulation

In seiner jüngsten Sitzung beschloss der Ortsgemeinderat nach nochmals langer Diskussion

eine teilweise drastische Erhöhung der Friedhofsgebühren.

Nachfolgend soll verdeutlicht werden, warum dieser, für alle Beteiligten nicht einfache,

Schritt notwendig war.

Die kommunalen Gesetze und Verordnungen schreiben vor, dass der Haushaltsabschnitt

„Friedhofs- und Bestattungswesen“ einer Gemeinde kostendeckend arbeiten muss. Dabei sind

ca. 85% der Ausgaben durch Einnahmen aus Gebühren auszugleichen. Der Rest darf wegen

des Charakters eines Friedhofes als öffentliche Grünanlage aus allgemeinen Haushaltsmitteln

finanziert werden.

Auf diesen Sachverhalt werden die Ortsgemeinden in schöner Regelmäßigkeit durch die

Kommunalaufsicht hingewiesen und aufgefordert, die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen.

Wie Sie sicher den regionalen Medien entnehmen konnten, mussten daher in den letzten

Monaten und Jahren schon sehr viele Gemeinden des Landkreises ihre Friedhofsgebühren

massiv erhöhen.

Nachdem nun nach Jahren für den Breitenbacher Friedhof endlich die notwendige

Gebührenkalkulation vorliegt, befasste sich der Haupt-, Haushalts- und Finanzausschuss in

seiner Sitzung am 1. April sehr intensiv mit den Zahlen. Grundlage bilden dabei nicht nur die

Unterhaltungskosten, sondern auch die Abschreibung der notwendigen Investitionen. Dazu

gehören neben den Grabfeldern und der Leichenhalle auch der Vorplatz des Friedhofes, der

ganz aktuell für über 60 000€ neu ausgebaut wurde. In diesem und im nächsten Jahr werden

wir endlich die Entwässerungs- und Wegebaumaßnahmen innerhalb des Friedhofes für

insgesamt etwa 120 000€ umsetzen. Ein entsprechendes Konzept wurde schon 2009 von

einem Planungsbüro erarbeitet. Der HHF-Ausschuss beriet und diskutierte ausführlich die für

jede einzelne Kostenposition vorgelegten Zahlen. Und blieb dabei teilweise in seinen

Empfehlungen, die jetzt vom Gemeinderat umgesetzt wurden, unter den in der Kalkulation

geforderten Beträgen.

Am stärksten fällt sicher die drastische Steigerung für ein klassisches Reihengrab von bisher

400€ auf künftig 1100€ aus. Die in den letzten Jahren am häufigsten gewählte

Bestattungsform in einem Rasenreihengrab verteuert sich dagegen nur um 200€ auf jetzt

2300€, was in einem Zeitraum von fünf Jahren in etwa der allgemeinen Preissteigerung

entspricht. Die Benutzung der Leichenhalle wird bei Urnenbestattungen sogar etwas

günstiger, da jetzt eine Nutzung der Leichen- oder Kühlzelle separat berechnet, da diese nicht

bei allen Bestattungen notwendig ist.

Gänzlich neu ist eine allgemeine Verwaltungsgebühr in Höhe von 180€. Die bisherigen Preise

für die Entfernung von Grabstätten deckten bei weitem nicht den Personalaufwand und

mussten daher in etwa verdoppelt werden, so z.B. für ein Reiheneinzelgrab von 95€ auf 200€.

 

11.06.2015 

Text: Jürgen Knapp

Ein Brunnen auf dem Friedhof zur Zeit außer Betrieb



Wegen der Erneuerung der Wasserleitung in der Straße zum Friedhof steht die eine Zapfstelle in Richtung Waldmohrer Straße derzeit leider nicht zur Verfügung.

Die bisherige Zuleitung vom alten Wasserhaus führte recht oberflächennah durch ein Privatgrundstück und musste daher gekappt werden. Durch die Verbandsgemeindewerke wurde eine neue Versorgungsleitung im öffentlichen Bereich bis hinter das Friedhofstor verlegt. Wir werden in den nächsten Tagen überprüfen, ob ein zumindest provisorischer Anschluss machbar ist oder ob es aus Kostengründen sinnvoll ist, diese Maßnahme mit dem in diesem Jahr beginnenden Ausbau der Friedhofswege durchzuführen.

 

Bitte nutzen Sie zwischenzeitlich die beiden anderen Zapfstellen auf dem Friedhof.

Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis für diese unumgängliche Maßnahme.

 

15. April.2015

Text: Jürgen Knapp, Ortsbürgermeister

firedhof-042009-3

 

bamberger-friedhof-unterstand

Unterstand auf dem Bamberger Friedhof aufgestellt.